Auf gut Glück

Inflationsziel

Das Papier, das 2010 in Washington erschien, barg Zunder. Sein Autor Olivier Blanchard, damals Chefökonom des Internationalen Währungsfonds, dachte laut darüber nach, ob es nicht sinnvoll wäre, dass sich Notenbanken in guten Zeiten ein Inflationsziel von 4 Prozent setzen sollten. Im Klartext: Notenbanken sollten darauf abzielen, dass ein Dollar jährlich 4 Prozent an Wert verlöre, in 17 Jahren immerhin die Hälfte seines Werts. Ein Aufschrei war die Folge.

Das Ziel jeder Notenbank ist es, die Preise stabil zu halten. Eine Marktwirtschaft, ja der soziale Friede eines Landes hängen davon ab, dass Geld seinen Wert behält. In den Augen der Notenbanken aber heisst «Preisstabilität» nicht ein Nullwachstum, sondern vielmehr ein sachtes Ansteigen. Die Schweizerische Nationalbank, die Europäische Zentralbank und das Amerikanische Fed verfolgen unisono das Ziel eines Preisanstiegs von bis zu 2 Prozent. Die Entrüstung, die Blanchard entgegenschlug, war der vorgeschlagenen Höhe dieses Anstiegs geschuldet – bei den in Bern, Frankfurt und Washington salonfähigen 2 Prozent dauert die Halbwertszeit eines Dollars immerhin 34 Jahre.

Inflation, in Massen genossen, schmiert die Wirtschaft. Arbeitgeber profitieren, weil die Reallöhne sinken, ohne dass die Nominallöhne gekürzt werden müssten. Wenn ein Gut morgen mehr kostet als heute, wird es eher früher gekauft als später. Bei 0 Prozent Inflation fehlen diese Anreize, und im Fall einer Deflation, wenn die Preise allgemein fallen, werden Käufe in die Zukunft verschoben, weil sie dann günstiger sind. Eine geplante Inflation – ob von zaghaften 2 oder forschen 4 Prozent – ist daher vor allem eine geldpolitischer Spielraum, der eine blühende Wirtschaft vor dem Welken schützen soll.

Von A bis Z

Idiotikon

Nein. Das Idiotikon ist kein Nachschlagewerk für Dorftrottel, sondern dessen genaues Gegenteil. Es ist ein historisches Wörterbuch, das in dereinst 17 Bänden mit 180 000 Stichwörtern die Schweizer Dialekte vom Mittelalter bis heute dokumentieren will. Und damit ist das Idiotikon eines der ehrgeizigsten Buchprojekte der Schweiz. 150 Jahre hat es schon auf dem Buckel: Am 15. Juni 1862 wurde der «Verein für ein schweizerdeutsches Wörterbuch» gegründet, dessen Initiant Fritz Staub ursprünglich ein vierbändiges Handbuch im Sinn hatte. Doch das Projekt wuchs und wuchs in typisch schweizerischer Langsamkeit. Eine kleine Redaktion, akribische Genauigkeit und ein Wust von Daten haben aus dem Idiotikon ein Generationenwerk gemacht. Noch immer werten die Mitarbeiter Zettel aus dem 19. Jahrhundert aus, auf denen Pfarrer und Lehrer eigentümliche Dialektbegriffe notiert hatten. Pfifolter und Gaggelaari, sirache und löie: Zehntausende von Stichwörtern werden geografisch und wortgeschichtlich ergründet. Nur in der Gegenwart ist das Idiotikon noch nicht so ganz angekommen. Ein Natel gibt es nicht, und selbst aalüte («anrufen») – die erste Telefonzentrale in Zürich wurde immerhin schon 1880 in Betrieb genommen – sucht man vergebens.

Im Januar 2012 ist das Idiotikon immerhin beim Buchstaben Z angelangt, und in zehn Jahren soll der letzte Band veröffentlicht sein. Darin blättern kann man jederzeit: idiotikon.ch ist die Onlineausgabe, deren Suche die Schwierigkeiten elegant umschifft, die sich aus den höchst unterschiedlichen Schreibweisen ergeben.

Von Tschoopelatz bis Gloschlibändel: Das Idiotikon ist ein sperriges Werk. Sein Name kommt nicht von Idiot, sondern vielmehr von Idiom, dem griechischen Wort für «sprachliche Eigentümlichkeit».

Inflationsziel

Das Papier, das 2010 in Washington erschien, barg Zunder. Sein Autor Olivier Blanchard, damals Chefökonom des Internationalen Währungsfonds, dachte laut darüber nach, ob es nicht sinnvoll wäre, dass sich Notenbanken in guten Zeiten ein Inflationsziel von 4 Prozent setzen sollten. Im Klartext: Notenbanken sollten darauf abzielen, dass ein Dollar jährlich 4 Prozent an Wert verlöre, in 17 Jahren immerhin die Hälfte seines Werts. Ein Aufschrei war die Folge.

Das Ziel jeder Notenbank ist es, die Preise stabil zu halten. Eine Marktwirtschaft, ja der soziale Friede eines Landes hängen davon ab, dass Geld seinen Wert behält. In den Augen der Notenbanken aber heisst «Preisstabilität» nicht ein Nullwachstum, sondern vielmehr ein sachtes Ansteigen. Die Schweizerische Nationalbank, die Europäische Zentralbank und das Amerikanische Fed verfolgen unisono das Ziel eines Preisanstiegs von bis zu 2 Prozent. Die Entrüstung, die Blanchard entgegenschlug, war der vorgeschlagenen Höhe dieses Anstiegs geschuldet – bei den in Bern, Frankfurt und Washington salonfähigen 2 Prozent dauert die Halbwertszeit eines Dollars immerhin 34 Jahre.

Inflation, in Massen genossen, schmiert die Wirtschaft. Arbeitgeber profitieren, weil die Reallöhne sinken, ohne dass die Nominallöhne gekürzt werden müssten. Wenn ein Gut morgen mehr kostet als heute, wird es eher früher gekauft als später. Bei 0 Prozent Inflation fehlen diese Anreize, und im Fall einer Deflation, wenn die Preise allgemein fallen, werden Käufe in die Zukunft verschoben, weil sie dann günstiger sind. Eine geplante Inflation – ob von zaghaften 2 oder forschen 4 Prozent – ist daher vor allem eine geldpolitischer Spielraum, der eine blühende Wirtschaft vor dem Welken schützen soll.

Infografik

Vor 20 000 Jahren lebten die Menschen in Höhlen. Ein Jäger in der französischen Dordogne erkannte, dass er den Buben die Technik des Jagens besser beibringen konnte, wenn er Waffen und Beute – Rinder, Hirsche, Wildpferde, Bären – auf die Höhlenwand malte. Die Wände der Höhle von Lascaux sind damit so etwas wie die älteste Infografik der Welt.

Infografiken kommentieren nicht, sie informieren. Sie kommen überall da zum Einsatz, wo wir hinsehen: in der Zeitung, in Büchern, im Fernsehen, im Web. Ihre Aufgabe ist es, abstrakte und komplexe Vorgänge zu veranschaulichen. Die Umweltzerstörung am Amazonas, der Verlauf des Irakkriegs, die Geschichte der Typografie – kaum ein Thema, das sich nicht in eine Infografik fassen liesse.

Als erstes erkannt hat das 1786 der schottische Statistiker William Playfair. Er zeichnete die ersten Balken- und Kreisdiagramme, die Handel, Löhne und Preise auf einen Blick sichtbar machten. Noch weiter ging 1869 der französische Bauingenieur Charles Joseph Minard mit seiner beklemmenden Visualisierung von Frankreichs desaströsem Russlandfeldzug. Von 422 000 Soldaten der Grande Armée, die Napoleon 1812 im weissrussischen Kaunas Richtung Osten in Marsch gesetzt hatte, sollten nur 16 000 wieder zurückkehren. Die kämpfende, frierende, hungernde Armee in Form zweier immer dünner werdenden Äste, die dem Marsch nach Moskau und zurück folgen – diese erste Infografik im modernen Sinn geht selbst heute noch, nach bald 150 Jahren, unter die Haut.

Ingwer

Ach, geh doch dahin, wo der Pfeffer wächst! Wenn Sie das zu jemandem sagen, dann sind sie ihm, nun ja, nicht besonders freundlich gesinnt. Und Sie drücken damit aus, dass er – gelinde gesagt – verreisen möge. Scharf wie Pfeffer, aber viel aromatischer, ist die Ingwerwurzel, und mit Reisen hat sie auch zu tun.

Ingwer
Ingwer
Denn die Wurzel wie das Wort sind viel gereist. Ingwer, die Gewürzwurzel, wächst in Südamerika, in Indien, Indonesien, China, Japan und Australien. Das liegt nicht gerade vor der Haustür, und als Händler das Gewürz im 9. Jahrhundert zum ersten Mal hierher brachten, hatten die charakteristischen, milde riechenden, aber scharf schmeckenden Knollen bereits wochenlange Reisen hinter sich.

Buchstäblich jahrhundertelang gereist ist auch das Wort. Ingwer heisst in nahezu allen Sprachen so – französisch gingembre, englisch ginger, die Lateiner sprachen vom zingiber und die Griechen von zingíberis. Sprachforscher haben sozusagen den Keim des Wortes gefunden: in singiverasingi-, einem südostasiatischen Wort für Ingwer, und -vera, dem altindischen Wort für Wurzel. Händler, die mit der Gewürzknolle auf Handelsreise gingen, lösten, wo immer sie hinkamen, Staunen aus. Und weil es nirgendwo eine Pflanze gegeben hätte, die ähnlich aussah oder schmeckte, übernahmen die Käuferinnen und Käufer der Einfachheit halber mit der Knolle auch gleich das Wort. Und so reisten sie beide, Wort und Wurzel, buchstäblich rund um die ganze Welt.

Beide reisen sie noch heute. Ingwer nämlich ist sehr gesund und gehört ins Reisegepäck. Ingwer regt Speicheldrüsen, Magen und Darm an, und er beugt wirksam dem Erbrechen vor. Wer also tatsächlich dahin reist, wo der Pfeffer wächst und dabei unter Seekrankheit leidet, wird am Ingwer nicht nur die wortgeschichtliche, sondern vor allem die heilkräftige Seite schätzen lernen.

Inkunabel

Eine Inkunabel ist ein Buch der ersten Stunde. Inkunabeln sind das, was Johannes Gutenberg und seine Gesellen im 15. Jahrhundert gedruckt haben. Nach dem lateinischen Wort für «Wiege» oder «Windel» nennt man diese Ur-Bücher auch «Wiegendrucke» – Wiegendrucke deshalb, weil der Buchdruck buchstäblich noch in den Windeln lag. Nicht nur der Name, auch die zeitliche Zuordnung mutet seltsam an: Sie dauert von der Erfindung des Druckverfahrens mit beweglichen Bleilettern ums Jahr 1450 exakt bis zum 31. Dezember 1500. Nicht dass die Bücher ab 1501 anders gedruckt worden wären – die Zeit der Inkunabeln ist einfach eine Festlegung, so willkürlich sie auch scheinen mag.

Die Inkunabel unterscheidet sich in vielem vom modernen Buch. Was heute ein Buch ausmacht – Titelblatt, Impressum, Inhaltsverzeichnis, Seitenzahlen – all diese Konventionen gab es noch nicht. Inkunabeln standen noch ganz in der Tradition der alten Handschriften – nicht selten liess der Druck an Kapitelanfängen einen grossen Leerraum frei,  in den später von Hand prachtvolle Initialen gemalt wurden. Drucker, oft als Wanderdrucker unterwegs, gaben als Druckort gern die Stadt oder das Dorf an, wo sie gerade waren; ein Druckdatum fehlte häufig, ein Inhaltsverzeichnis konnte gut und gern erst ganz am Schluss stehen.

Eines aber sind sie geblieben, diese ersten Bücher: Sie sind prachtvolle Zeugen einer Zeit, in der die Medienrevolution nicht Internet, sondern Buchdruck hiess.

Innovation

Von Küchengerät bis Kulturveranstaltung: Nichts, das heute nicht innovativ wäre. Innovation ist in – man möchte meinen, erst die Innovation habe den homo erectus so richtig zum homo sapiens gemacht. Doch weit gefehlt: Obwohl das Wort vom lateinischen innovare («erneuern») abstammt, ist es erst in den 1960er-Jahren aus dem Englischen ins Deutsche eingewandert. Eine echte sprachliche Innovation, möchte man meinen, denn zuvor waren die Dinge ganz einfach nur neu.

Ob innovativ oder neu: Sprachlich ist das im Grunde einerlei. Die beiden sind Zwillinge, und ihre Urmutter ist das alte indogermanische Wort navas («neu», «jung», «frisch») dessen Spuren sich in vorchristlichen indischen Tempelsprachen verliert.

Mit den Innovationen unserer Tage ist es ein bisschen wie in der Kunst: Man kann sie weder anordnen noch planen noch produzieren. Sie sind zunächst nichts als eine Behauptung. Ob die Idee, das Produkt oder die Dienstleistung irgendwann tatsächlich den Ritterschlag verdient, zeigt sich erst später, viel später. Wahre Innovation steht erst am Ende eines langen, ephemeren Prozesses, und der hat längst nicht nur mit der Genialität des Erfinders zu tun, sondern mehr noch mit Werbung und mit Markt.

Man kann’s auch umgekehrt formulieren: Wären Innovationen wirklich so zahlreich, wie uns die Werbung weismachen will, gerieten Fehlschläge nachgerade zur Ausnahme. Und wir sähen vor lauter innovativen Bäumen den Wald der Nützlichkeit nicht mehr.

Interpret

Das alte Rom zu den Zeiten der Republik, den Zeiten des Marcus Tullius Cicero und des sechs Jahre jüngeren Gaius Julius Cäsar, war alles andere als eine Demokratie. Doch selbst wenn die Macht beim Adel lag: Ein Wörtchen mitzureden hatte das Volk doch. Auf dem Marsfeld vor den Toren der Stadt wählten Volksversammlungen die Ädile und die Volkstribunen, die Prätoren und die beiden höchsten Beamten der Republik, die Konsuln. Damals wie heute galt: Demokratie ist eine feine Sache, so lange es das Volk mit der Mitbestimmung nicht übertreibt. Und so erlag manch einer der Versuchung, seiner ersehnten Wahl etwas nachzuhelfen.

Dazu brauchte er einen Helfer, den sogenannten interpres. Dieser Interpret war ein Mittler zwischen Oberschicht und Untergrund. Er kontaktierte die Funktionäre der Wahlkreise und handelte mit ihnen den Preis aus – je mehr Stimmen, desto höher die Summe. Das Geld wurde dann an einen sequester übergeben, einen Treuhänder, der das Bargeld in Verwahrung nahm. Ausgezahlt wurden die Sesterzen erst nach erfolgter Wahl und durch einen weiteren Gauner, den divisor, den Verteiler.

Dieses komplizierte System hatte einen grossen Vorteil: Wurde einer der Zwischenhändler geschnappt und zum Reden gebracht, konnte er schlimmstenfalls seinen nächsten Mittelsmann nennen – von den kriminellen Auftraggebern hatte er keine Ahnung. Die blieben ebenso im Dunkeln wie ihre Mittelsmänner, die Interpreten, die im alten Rom eben keine Künstler, sondern ganz einfach Wahlfälscher waren.

iPhone

Kaum je hat ein Gegenstand soviel Begehren geweckt wie das iPhone von Apple. Erstaunlich, denn eigentlich ist das iPhone nur ein Handy. Nun ja, ein bisschen mehr ist es schon: Es kann auch fotografieren, Termine verwalten, Mails abrufen. Es kann ganze Kinofilme abspielen und gleich noch die gesamte Musiksammlung aufnehmen. Und es stammt von einem Konzern, der beinahe unter die Räder gekommen wäre.

Wir erinnern uns, an die 80er Jahre und das erste PC-Betriebssystem MS-DOS. Kaum hatte Bill Gates damit seinen Weltkonzern Microsoft begründet, trat der Heimcomputer seinen Siegeszug an. Die ganze Welt schlug sich mit kryptischen Zeilenkommandos herum – wer eine Datei kopieren wollte, musste dazu einen Befehl von der Länge einer mittleren Verszeile eintippen. Zur selben Zeit, 1984, stellte Apple seinen ersten Macintosh vor – seiner Zeit weit voraus, mit einer Maus und einem virtuellen Schreibtisch, ohne den heute kein Computer mehr denkbar wäre.

Zwar hatte Apple nichts wirklich Neues erfunden – Mikrocomputer, wie sie damals hiessen, gab es längst vor dem ersten Mac. Nur: Es gab sie nicht in dieser Benutzerfreundlichkeit, und vor allem: nicht in diesem Design. Und trotzdem: Bill Gates lizenzierte sein Betriebssystem und liess, gegen viel Geld, die ganze Welt PCs bauen. Apple dagegen, als verbissener Alleinhersteller seiner Macs, wäre beinahe untergegangen. Bis zur Erfindung des iPod im Jahr 2001, der, bald 200 Millionen Mal verkauft, den Konzern retten sollte.

Dem iPhone, dem jüngsten Kind der iPod-Family, ist ebenso viel zuzutrauen, auch wenn, einmal mehr, nichts daran wirklich neu ist: nicht das Mobiltelefon, nicht das mobile Web, nicht das GPS. Neu ist nur, wieviel Technik Apple in seinen flachen Schönling gepackt hat. Neu ist, wie elegant und wie einfach sich das iPhone bedienen lässt. Und wie unverschämt gut es aussieht.

iPod

Die neue Uniform: Das sind nicht mehr Messingknöpfe mit Schweizerkreuz wie zu Grossvaters Zeiten. Die neue Uniform: das sind zwei weisse Ohrstöpsel und, irgendwo tief in der Tasche, ein iPod. Auf der Strasse, im Zug, auf dem Rad: Der iPod ist allgegenwärtig.

pod ist eine technische Abkürzung für plug-on device; ein direkt anschliessbares Gerät. Das englische Wort pod aber ist älter – ein pod ist ein Saatgutbehälter, eine Schale, ein Gefäss. Das von Apple kultivierte kleine i ist nichts anderes als die Abkürzung für Internet. Der Name – iPod – muss irgendwann im Jahr 2000 entstanden sein, als Visionäre und Techniker bei Apple eine zigarettenschachtelkleine Computerfestplatte entwickelten, die nicht Daten, sondern vielmehr Musik speichern und auch gleich abspielen sollte. Der Rest ist Geschichte, nein, Legende: Weit über 100 Millionen Menschen haben bis heute einen iPod gekauft.

Man stelle sich vor: Vor zwanzig Jahren war eine Festplatte gross und schwer wie ein Ziegelstein und laut wie ein Heizlüfter. Sie verfügte über einen Speicher von 20 Millionen Byte und fasste umgerechnet vierzigtausend Buchseiten. Wer damals über dieses technische Wunder staunte, der schüttelt heute nur noch verständnislos den Kopf. Denn der kleinste iPod hat heute noch die Grösse einer Wäscheklammer und bietet schon Platz für eine ganze Bibliothek. Sein grosser Bruder kann 40 000 Songs speichern. Das ist, ohne eine einzige Wiederholung, drei Monate lang Musik rund um die Uhr. Und mit dem kleinen i für Internet macht Apple auch Ernst – der iPod fasst nicht mehr nur Musik, sondern gleich noch drahtloses Internet dazu. Und die Fotosammlung und die Lieblingsfilme ebenso.

Da wollen wir gar nicht mehr wissen, worüber wir in 20 Jahren den Kopf schütteln werden.